16.04.2009, 13:29

FWG Volkmarsen feiert 25 jähriges Jubiläum

Die geehrten Mitglieder der FWG Volkmarsen

25 Jahre FWG-Volkmarsen bedeutet ein ¼ Jahrhundert Anspruch auf unabhängige Politik. So brachte es Fraktionschef Klaus Teppe auf den Punkt.
Dass das nicht selbstverständlich ist zeigt das politische Tagesgeschäft, so Teppe.

Die Freie Wählergemeinschaft Volkmarsen feierte am 22. Mai 2009 im Zuge einer Mitgliederversammlung ihr 25-jähriges bestehen im Wirthaus Phönix.

Neben zahlreichen Mitgliedern konnte FWG-Vorsitzender Heinrich von Germeten auch den Landratskadidaten und heutigen Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich herzlich begrüßen.
Sein besonderer Gruß galt auch den Gästen aus den umliegenden FWG-Ortsverbänden aus Bad Arolsen, Vöhl, Waldeck, Diemelsee und Korbach.
Selbstverständlich darf auch die Führungsspitze der Kreis-FWG bei so einem Jubiläum nicht fehlen. Hier konnte von Germeten Peter Niederstraßer als Kreisvorsitzenden und Wilhelm Arnold als Chef der Kreistagsfraktion recht herzlich begrüßen.
 
Am 23. Februar 1984 im „Jägerhof“ bei der Familie Scherf wurde die FWG-Volkmarsen Gegründet.

Die Zusammenarbeit in verschiedenen Zählgemeinschaften ob mit CDU oder SPD in den letzten 25 Jahren zeigen ganz deutlich, das die Freien Wähler kein Anhängsel bestimmter Parteien sind machte Vorsitzender Heinrich von Germeten und Fraktionssprecher Klaus Teppe klar.

Das war auch im Interesse des Gründers Josef Nigbur der nach dem Leitsatz „Nur dem Bürger verpflichtet“ seine Politik lebte. Dieses hat er an seine FWG weitergegeben.
Josef NIgbur galt als Galionsfigur der Volkmarser FWG und ist heute noch zu spüren. Der zum Ehrenbürger ernannte Josef Nigbur starb am 19. Februar 2002 im Alter von 80 Jahren viel zu früh.

Bereits in den 60er Jahren hatte sich ein Freie Bürgerblock in Volkmarsen gegründet. Dieser hat sich aber nach der Gebietsreform 1972 wieder aufgelöst.

Ein besonderer Meilenstein in der Volkmarser Parteienlandschaft war die Bürgerliste gegen den Bau einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage auf dem I-Berg (nähe Hörle). Mit einem Rekordergebnis wurde sie gleich zu stärksten Fraktion in der Volkmarser StaVo gewählt und drängte somit die „großen“ Parteien an den Rand. Sie galt als Sammelbecken von Anhängern der bisherigen Parteien einer parteiunabhängigen Gruppierung.

Dann trat die FWG, initiiert durch Gründer Josef Nigbur in das Rampenlicht der Volkmarser Politik. Da die WAA nach Entscheidungen der Betreiber in Volkmarsen nicht mehr im Fucus stand hatte die Bürgerliste nicht mehr den stellenwert, weshalb sie gegründet wurde. Dennoch lieferte sich die junge FWG immer wieder einen Schlagabtausch mit der BLV. Hier zeigte die FWG ihr eigenes Profil und profilierte sich als eigenständige und unabhängige Wählergemeinschaft in der Volkmarser Politik.

Die FWG konnte damals nach der Kommunalwahl 1985 neben Josef Nigbur auch Adolf Volke in die Stadtverordnetenversammlung entsenden.

Mit bis zu 6 Stadtverordneten gehört die FWG Volkmarsen in der Stadtverordnetenversammlung noch heute zu der mit Abstand dritt stärksten Fraktion.
Neben Stadtrat Heinrich von Germeten ist die Volkmarser FWG mit Fraktionschef Klaus Teppe und den Stadtverordneten Andreas Fritz, Ute Moldenhauer, Andreas Trautmann und Sonja Schön im Stadtparlament aktiv.

Neben vielen anderen Zielen standen die Bemühungen der FWG, Volkmarsen als Mittelzentrum anerkannt zu bekommen im Mittelpunkt. Auch die Anläufe für den Hochwasserschutz in Ehringen, die Dorferneuerungen, Bauplätze in allen Stadtteilen und auch die Eigenständigkeit der Wasserversorgung zur Unterstützung der Initiative „unser Volkmarser Wasser“ wurden besonders im Zuge der Jubiläumsveranstaltung der FWG Aktivitäten benannt.

In der Jubiläumsrede von Fraktionschef Klaus Teppe wollte er es nicht verhehlen das es Ihn ein bisschen stolz macht die Linie von Josef Nigbur als Gründer der FWG in Volkmarsen weiterzuführen zu dürfen. Ich glaube wir alle wissen, Josef Nigbur war für uns mehr als nur ein FWG-Aktivist, so Teppe.

"Gemeinsam für Volkmarsens Zukunft heißt: Die Bürger aktiv am Gemeinwesen zu beteiligen.
Wir als FWG wollen, dass sich möglichst viele Bürger mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und ihrem Können in unser Gemeinwesen einbringen.
Auf Basis diese Leitsatzes nur dem Bürger verpflichtet ist die FWG Volkmarsen unabhängig. Bürger für Bürger. So will Klaus Teppe seine Politik auch in Zukunft prägen.

Nicht abhängig von Landes und Bundespolitik. Gratulierte der FWG-Kreisvorsitzende und stellv. Landrad Peter Niederstraßer. Wer in der FWG aktiv Politik macht hat nicht das Ziel Kariere zu machen sonder stellt sich in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger so Niederstraßer.
Für die Volkmarser FWG sieht er auf Grund der guten Altersmischung positive Entwicklungsmöglichkeiten und wünscht Jubilar alles erdenklich Gute.

Bei den Vorstandswahlen, die Kreisvorsitzender Peter Niederstraßer leitete, wurden alle Amtsinhaber in ihren Ämtern durchweg einstimmig bestätigt.

Heinrich von Germeten wurde zum Vorsitzenden und Martin Bieding zum stellv. Vorsitzenden der FWG-Volkmarsen gewählt.
Die Kasse führt nach wie vor Lothar Schmand. Ihn vertritt Sonja Schön aus Hörle. Schriftführer wurde Jürgen Pflüger aus Külte. Unterstützt wir er von Ute Moldenhauer.
Als Beisitzer wurden Thomas Jäger, Wilhelm Bark und Gabriele Volke gewählt.

Aufgrund langjähriger treue zeichnete der FWG-Kreisverband einige Volkmarser Mitglieder aus.
Für 25-jährige Mitgliedschaft und auch als Gründungsmitglieder wurden Günter Löber, Heinrich von Germeten, Norbert Michalik, Irmgard Hösl Karl-Albert Köchling und Lorenz Funke mit der silbernen Ehrennadel, einer Uhrkunde und einem Präsent besonders geehrt.
Für besondere Verdienste wurden Fraktionschef Klaus Teppe und Schriftführer Jürgen Pflüger mit einer Ehrennadel in Silber geehrt.

Der Höhepunkt der diesjährigen Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der FWG-Volkmarsen soll das Stoppelfest am 11. und 12. Juli 2009 an der Lütersheimer Straße sein.