Die Geschichte der FWG Volkmarsen

Nach zunehmender Parteiverdrossenheit Anfang der 80er Jahre, und immer größeren Verknüpfungen unangenehmer Ereignissen im politischen Geschäft, war der Ruf nach parteilosen Vertretern, welche die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Volkmarsen und seinen Stadtteilen berücksichtigen, sehr groß.

Schon seit 20 Jahren zeigten Wählergemeinschaft in anderen Gemeinden, wie bürgernahe Kommunalpolitik betrieben werden kann.

Verantwortungsbewusste und unabhängige Frauen und Männer hielten es daher für ihre Pflicht, die Interessen der unabhängigen Bürger in Zukunft im Stadtparlament als - Freie Wählergemeinschaft Volkmarsen - zu vertreten. Ihnen ging es nicht um Parteibuchkarriere, sondern allein um das Recht und  Wohl der Bürger!
Schon bald folgten Taten. Mit der Gründungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft am 23. Februar 1984 in der Gastwirtschaft "Zum Jägerhof" machte man einen wichtigen Schritt nach vorn.
Hauptinitiator war Josef Nigbur, der mit der Unterstützung der damaligen Kreispolitiker Hans Marowski, Otto Bodenhausen, Irmgard Ziemer und Herrn Röse den FWG-Stadtverband aus der Taufe hoben.

Die dann folgende Kommunalwahl im Jahr 1985 war die erste Bewährungsprobe für die Kandidaten der FWG. 7,6% der Wählergunst konnte man für sich gewinnen. Das war gleich beim ersten Anlauf und nach erst zehnmonatigen Bestehen der Wählergemeinschaft nicht zu erwarten gewesen. Erstmals war man mit zwei Stadtverordneten im Volkmarser Parlament vertreten. Dieses war Motivation genug, um das für Volkmarsen und für die Bürgerinnen und Bürger umzusetzen, für das die Freie Wählergemeinschaft gewählt wurde.

Es folgten erfolgreiche Jahre.

Hatte man ab 1985 mit zwei Stadtverordneten die Arbeit verrichten müssen, so war es nach der Kommunalwahl 1989 um so erfreulicher mit 3 Mandaten in der Stadtverordnetensitzung und erstmals einem Abgeordneten im Magistrat vertreten zu sein.

Im Jahr 1993 konnte die FWG nach Auszählung der Stimmen fünf Stadtverordnete und ein Magistratsmitglied auf dem Habenseite verbuchen. Nach erfolgreicher und bürgernaher Arbeit folgte, was folgen musste.

Im Jahr 1997 konnte die Freie Wählergemeinschaft ihren bisher größten Wahlerfolg feiern. Sechs Mandate in der Stadtverordnetenversammlung und ein Mitglied des Magistrates stellte die FWG. Somit war die FWG die mit Abstand drittstärkste Fraktion nach SPD und CDU. Das siebte Stadtverordnetenmandat wurde nur ganz knapp verfehlt.
In der dann folgenden heißen Zeit, in der auch die Bürgermeisterwahl zwischen den Kandidaten Bürgermeister Manfred Flore und dem aus Diemelsee stammenden Hartmut Linnekugel erfolgte, kämpfte die Freie Wählergemeinschaft sehr massiv, und voller Einsatz und  Elan für den parteilosen Gegenkandidaten. Die geleistete Arbeit trug Früchte, und der bis dato in Volkmarsen unbekannte Hartmut Linnekugel errang mit einem knappen Wahlsieg das Amt der Bürgermeisters in der Kugelsburgstadt.

Es folgte die Kommunalwahl 2001, in der zum ersten Mal das Persönlichkeitswahlrecht galt. Hier konnte man kumulieren und panaschieren.
Nach komplizierter Auszählung der Stimmen konnte die FWG fünf Mandate in der Stadtverordnetensitzung erringen, und erstmals zwei Kandidaten in den siebenköpfigen Magistrat entsenden.
Da es bei dieser Kommunalwahl nach Ansicht der Bündnis90/Die Grünen nicht mit rechten Dingen bei der Zulassung und Ablehnung von Wahlbriefen zuging, wurde von Einzelpersonen eine Klage angestrebt. Diese hatte in der zweiten Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel Erfolg.  

Nach einem langen Rechtsstreit  wurde im Jahr 2004 in der Kernstadt Volkmarsen die Kommunalwahl wiederholt. Die FWG konnte mit einem phantastischen Ergebnis von 21 %  die SPD auf den dritten Rang verdrängen und war somit zweitstärkste Kraft in der Kernstadt von Volkmarsen. Da jedoch die Ergebnisse der Ortsteile aus dem Jahr 2001 hinzugerechnet wurden, steigerte die FWG ihren Stimmenanteil insgesamt nur von 15 % auf 17,4 %. Somit verfehlte man denkbar knapp das sechste Stadtverordnetenmandat. Die FWG Volkmarsen ging aus dieser Nachwahl gestärkt  hervor, und konnte weiterhin die bürgernahe und sachorientierte Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen

Bei den folgenden Kommunalwahlen in 2006 und 2011 war die FWG immer die deutlich 3. Stärkste Kraft in der politischen Landschaft der Stadt Volkmarsen.

Dies spiegelte sich auch bei Kommunalwahl 2016 wieder. Die FWG Volkmarsen konnte bei dieser Wahl ihre gute und konsequente Arbeit bestätigt wissen. Die  erreichten fünf Mandate waren ein hervorragendes Ergebnis. Denn alle etablierten Parteien hatten nicht nur Stimmen sondern auch einige Mandate verloren.

Ziel der Freien Wählergemeinschaft ist es, einen Konsens zu finden, der dem Parlament die Befähigung gibt, so zu handeln, wie es den Interessen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger gerecht wird. Die FWG sucht den Bezug zum einzelnen Bürger. Unser Ziel ist es nicht, die stärkste Kraft im Parlament zu werden, sondern unseren Grundsätzen treu zu bleiben. Wir sind bestrebt immer das Beste für die Bürger unserer Stadt zu leisten. Sachpolitik ist unsere oberste Maxime.

Wir unterscheiden uns zu den Parteien dadurch, dass in der FWG jeder frei denken und abstimmen kann und soll. Bei uns gibt es keinen Parteizwang und keinen Klüngel. Wir sind zuversichtlich, dass noch mehr Bürger uns auf diesem Weg folgen, und uns ihr Vertrauen aussprechen. 

...die erfolgreiche Geschichte der Volkmarser FWG wird weiter geschrieben, Denn wie heißt es, nach der Wahl ist vor der Wahl...!